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Anerkannte Ausbildungsstätte des Deutschen Motoryacht-
verband e.V.

Deutscher Motoryachtverband e. V.

 

Mitglied der Sportboot-
vereinigung e.V. im DMYV

Sportbootvereinigung e.V. im DMYV

Sportbootführerschein Binnen

Sportbootführerschein See

Herzlich willkommen!

Beim Yachting-Center, Ihrer Sportbootschule im Rhein-/Ruhrgebiet.

Wir bieten Ihnen fundierte Ausbildungen zu den Sportbootführerscheinen Binnen & See., dem Sprechfunkzeugnis UBI, den Funkbetriebszeugnissen SRC und LRC als auch zum Sportküstenschifferschein (SKS)., Sportseeschifferschein (SSS). und Fachkundenachweis Seenotsignalmittel (FKN).

Wir bieten Ihnen ebenfalls verschiedenste Trainingsmöglichkeiten wie z. B. Skippertraining und Hafenmanöver.

Funk an Bord?

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Funk an Bord?

Eine im Bootssport häufig diskutierte Frage ist, ob ein Sprechfunkgerät nötig ist, und wann es eines Sprechfunkzeugnisses bzw. Funkbetriebszeugnisses bedarf.

Sportboote sind in Deutschland nicht funkausrüstungspflichtig. Die Installation eines Sprechfunkgerätes geschieht freiwillig. Funk vereinfacht allerdings enorm die Kommunikation mit anderen Schiffen und Landfunkstellen und ermöglicht das Absetzen von Notrufen an Landfunkstellen, die Kenntnisse über die Gewässer verfügen und die Rettungskräfte bestens koordinieren können. Es können Informationen über Verkehrsaufkommen, Sperrungen, Wasserstände und besondere Ereignisse empfangen werden, die andernfalls verpasst werden würden. Ein Handy (selbst im Binnenbereich) kann kein Funkgerät ersetzen.

Bei gewerblich genutzten Sportbooten (z. B. Charteryachten) sieht es hingegen anders aus. Ab einer Länge von 12m besteht in Deutschland Funkausrüstungspflicht. Darüber muss das Boot dann über ein Funksicherheitszeugnis verfügen.

Die Binnenschifffahrt-Sprechfunkverordnung (BinSchSprFunkV) sagt ganz klar in §4 Abs. (1): „Wer auf Wasserstraßen der Zonen 1 bis 4 eine Schiffsfunkstelle bedienen oder beaufsichtigen will, bedarf einer Erlaubnis der zuständigen Behörde nach dieser Verordnung.“ Bekräftigt wird dies im Binnenbereich durch das gültige Regelwerk „RAINWAT“, in welchem es in Anhang 1 Abs. 1.2 wie folgt heißt: „Die Bedienung einer Schiffsfunkstelle muss von einer Person ausgeführt werden, die Inhaber eines Sprechfunkzeugnisses für den Binnenschifffahrtsfunk ist.“

Wird ein Funkgerät an Bord installiert, ist dieses fest mit dem Boot verwurzelt. Eine Frequenzzuteilungsurkunde ist bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu beantragen und stets im Original mitzuführen. Ist die Urkunde ausgestellt, darf das Boot nur noch mit dem Funkgerät gefahren werden. Das Gerät darf also nicht von Bord gebracht werden.

Der Alternativgedanke ist häufig, dass man das Gerät einfach nicht einschaltet, denn somit wird das Gerät nicht bedient und alles ist in Ordnung, doch leider funktioniert auch dieser kühne Plan nicht. Im „Handbuch für den Binnenschifffahrtsfunk“  (Ausgabe 2015, „Regionaler Teil“) auf Seite 115 ist zu lesen: „Kleinfahrzeuge, die sich freiwillig mit einem UKW – Sprechfunkgerät ausgerüstet haben, haben Sende- und Empfangsbereitschaft im Verkehrskreis Schiff – Schiff.“ Das bedeutet, dass ein mit Funk ausgerüstetes Sportboot den Not- und Anrufkanal 10 stets hörwachen muss. Ergo: Ist ein Funkgerät an Bord, ist dieses einzuschalten.

Zu beachten ist, dass stets der Skipper für die Befolgung aller Vorschriften verantwortlich ist und ggf. die Strafe(n) zahlen muss, nicht etwa der Vercharterer. Man sollte sich lieber nicht auf ein „ach, lassen Sie das Gerät halt aus“ einlassen. Dies kann das eigene Portemonnaie deutlich belasten.

Funk vereinfacht die Kommunikation und erhöht enorm die Sicherheit. Wer das Funkwesen und seine Vorzüge kennen gelernt hat, möchte es nicht mehr missen.

Im Binnenfunk muss nicht zwingend der Skipper über das Sprechfunkzeugnis UBI verfügen, es genügt wenn „eine Person“ an Bord das Sprechfunkzeugnis besitzt. Im Bereich des Seefunks muss allerdings der Skipper das Funkbetriebszeugnis SRC bzw. LRC vorweisen.

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