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Beim Yachting-Center, Ihrer Sportbootschule im Rhein-/Ruhrgebiet.

Wir bieten Ihnen fundierte Ausbildungen zu den Sportbootführerscheinen Binnen & See., dem Sprechfunkzeugnis UBI, den Funkbetriebszeugnissen SRC und LRC als auch zum Sportküstenschifferschein (SKS)., Sportseeschifferschein (SSS). und Fachkundenachweis Seenotsignalmittel (FKN).

Wir bieten Ihnen ebenfalls verschiedenste Trainingsmöglichkeiten wie z. B. Skippertraining und Hafenmanöver.

Skipper: Pflichten und Verantwortung

by in Schifffahrtsrecht
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Skipper: Pflichten und Verantwortung

Die Verantwortung des Schiffsführers (Skipper) ist vielseitig und wird häufig unterschätzt, schlimmstenfalls auch als „lapidar“ abgetan. Ein schlimmer Fehler, denn man sollte sich stets seiner Verantwortung bewusst sein.

Im Vorfeld umfasst der Aufgabenbereich des Skippers u.a. schon die Törnplanung. Hierbei müssen die Kenntnisse und Fertigkeiten der Crew sowie deren Erfahrung berücksichtigt werden. Kabbelige See, schlechtes Wetter und lange Etappen sind für eine ungeübte Crew kein guter Start.

Auch die Überprüfung der Seetauglichkeit der Yacht und die Sicherheitseinweisung der Crew ist eine der Aufgaben des Skippers. Der Allgemeinzustand der Yacht, Funktionsfähigkeit von Maschine, elektronischen Geräten sowie die Vollständigkeit der nautischen Literatur und Navigationsutensilien muss geprüft werden. Unterlässt der Skipper diese Prüfungen und es entstehen gefährliche oder gar lebensgefährliche Situationen, die durch eine Prüfung hätten vermieden werden können, so ist er alleinverantwortlich. Das Starten eines Törns mit geringem Diesel- oder Benzinvorrat ist bereits als Fahrlässigkeit zu bewerten.  

Zwar haben Vercharterer und ggf. dahinterstehende, private Eigner auch die Verpflichtung, die Seetauglichkeit und Vollständigkeit der Materialien und Gerätschaften aufrecht zu erhalten, so entbindet dies aber keineswegs den Skipper von seinen Verantwortlichkeiten. Hat er den Törn angetreten und die Seetauglichkeit nicht geprüft, kann er die Verantwortung im Schadensfall nicht einfach an den Vercharterer abwälzen. Am Ende sitzen sowohl Skipper als auch Vercharterer im wahrsten Sinne des Wortes im gleichen Boot.

Eine ordentliche Sicherheitseinweisung ist unabdingbar. In Notfällen müssen die Handgriffe sitzen, und jeder muss wissen, welches Equipment sich wo befindet. Es bleibt im Notfall ist keine Zeit um zu erklären wo sich die Notpinne befindet, und wo diese angesetzt wird. Jeder an Bord muss wissen, wie die Rettungsweste angelegt wird, wo sich die Feuerlöscher befinden, wie man diese einsetzt, wo die Seeventile sitzen, was bei Wassereinbruch zu tun ist und.. und.. und..! Eine ordentliche Einweisung dauert wenigstens 2 – 3 Stunden. Ergänzend dazu sollte jedes Crewmitglied ein Rettungsmanöver (Mensch-über-Bord) trainieren, denn auch der Schiffsführer könnte einmal über Bord fallen.

Eine gute Unterstützung des Notfallmanagements ist die Erstellung eines Notfallplans, in welchem die Aufgaben einzelner Crewmitglieder bei bestimmten Situationen wie z. B. Feuer oder Wassereinbruch, festgehalten werden.

Der Skipper ist für Leib und Leben, die Yacht sowie für die Einhaltung der schifffahrtspolizeilichen Vorschriften verantwortlich. Skipper und Crew bilden eine Risikogemeinschaft, und der Schiffsführer unterliegt einem erhöhten Haftungsrisiko. Doch was bedeutet das?

Der Skipper darf und kann zwar (seemännische) Aufgaben verteilen, muss diese aber den Fertigkeiten und Kenntnissen der einzelnen Crewmitgliedern wiederum anpassen. Er muss gewiss sein, dass die Aufgabe für das Crewmitglied lösbar ist und dieses nicht überfordert. Kann die Crew die Aufgaben nicht bewältigen, haftet der Skipper für auftretende Schäden.

Aber auch bei lösbaren Aufgaben ist der Skipper in der Haftung: Entsteht aus einer für ein Crewmitglied umsetzbare Aufgabe ein Schaden (z. B. an einem anderen Boot), so ist der Skipper aus seinem erhöhten Haftungsrisiko heraus gegenüber dem Geschädigten letztlich haftbar. Zusammenfassend kann man sagen, dass trotz Kommandos der Schiffsführer für alles, was die Crew tut, verantwortlich ist. Umso wichtiger ist es für den Skipper, dass die Crew den Kommandos folgt und sorgsam ausführt. Werden Kommandos bewusst missachtet, kann der Skipper das Crewmitglied zur Rechenschaft ziehen. Allerdings ist die Beweisführung hier oft recht schwierig.

Der Bootssport ist ein tolles, spannendes und erholsames Hobby. Der Skipper sollte sich aber dennoch seiner Verantwortung bewusst sein und diese nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und auch mit einer ordentlichen Seemannschaft und klaren Kommandos bleibt es trotzdem ein tolles, spannendes und erholsames Hobby. Raus auf´s Wasser – aber mit Sicherheit!

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