A
ABC-Löscher
Feuerlöscher, geeignet für die Brandklassen A, B und C. Bedeutet: Geeignet für feste brennbare Stoffe, flüssige oder flüssig werdende brennbare Stoffe oder gasförmige brennbare Stoffe.
Abdrift
Seitlicher Versatz des Bootes vom geplanten Kurs aus, meist verursacht durch Windeinfluss oder Strömung.
ablandiger Wind
Wind, der von Land in Richtung See weht.
Ablenkung
Störeinfluss auf den Kompass durch Metall, Magnetfelder elektrischer Leitungen und Geräte, aber auch durch Unterwasserkabel, Brücken und Spundwände. Führt zu einer “Falschanzeige” auf dem Kompass und muss in der Navigation berücksichtigt werden.
Ablenkungstabelle
Die Ablenkungstabelle wird für den fest verbauten Steuerkompass erstellt. In ihr sind Abweichungen des Kompasses erfasst. Wird der Kompass ausgetauscht oder in der Nähe befindliche Geräte entfernt (oder weitere eingebaut), muss die Ablenkungstabelle überarbeitet werden.
Achterleine
Mit der Achterleine wird der achterliche (hintere) Teil des Bootes mittels einer Leine am Steg oder Kai festgemacht. Die Leine wird dabei vom Heck weiter nach hinten in Richtung Land ausgebracht.
achterlicher als…
Richtungsangabe: “Eher von hinten als…”
achtern
Richtungsangabe “hinten”.
Achterspring
Mit einer Achterspring wird das Boot – zusätzlich zur Vor- und Achterleine – beim längsseits liegen am Steg oder am Kai festgemacht. Die Achterspring verläuft dabei vom Heck aus nach vorne in Richtung Land.
Achtknoten
Knoten mit “Stop”-Funktion. Verhindert – insbesondere auf Segelyachten – dass eine Leine aus einem Block (“Führungsrolle”) ausrauscht (herausrutscht).
Ahoi
Signalwort, um ein Schiff zu rufen. Kann als Anruf, Gruß, Warnung oder zum Abschied genutzt werden.
AIS
Automatic Identification System. Elektronisches System das dazu dient, Kollisionsgefahren frühzeitig erkennen und Kollisionen verhindern zu können.
Aluminiumanode
Schützt das Unterwasserschiff vor Korrosion im Süßwasser.
amtlich anerkanntes Kennzeichen
Kennzeichen für das Wasserfahrzeug, welches von drei Institutionen ausgestellt werden darf: Dem Deutschen Motoryachtverband e.V., dem Deutschen Segler-Verband und dem ADAC.
amtliches Kennzeichen
Kennzeichen für das Wasserfahrzeug, welches von einem beliebigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ausgestellt wird.
Ansteuerungstonne
Rot/weiß senkrechte gestreifte Tonne mit rotem Ball als Topzeichen. Kennzeichnet die Zufahrt zu einem Fahrwasser oder die Mitte eines Schifffahrtswegs.
Antifouling
spezieller Anstrich für das Unterwasserschiff, dass Bewuchs (Algen, Muscheln u. ä.) reduzieren- und im besten Fall verhindern soll.
ATIS
Automatic Transmitter Identification System. Zu Deutsch: Automatisches Sender-Identifzierungssystem. Funktion eines Sprechfunkgerätes im Binnenfunk. Über ATIS kann das Fahrzeug von den Behörden identifiziert werden.
auflandiger Wind
Wind, der von See in Richtung Land weht.
auflaufen
Berührung des Gewässerbodens mit de Boot.
aufstoppen
Das Boot zum Stehen bringen. Sinnbildlich: Bremsen und anhalten. Siehe auch: Kursgerechtes Aufstoppen
Ausguck halten / Ausguck gehen
Durch ein Crewmitglied wird ordentlich Ausschau auf´s Wasser gehalten und die Umgebung beobachtet.
Ausweichpflicht
Die Pflicht, dem Kurshalter gegenüber entsprechend der Ausweichregeln auszuweichen um die Gefahr eines Zusammenstoßes zu vermeiden.
B
Backbord
Seitenbezeichnung: Links. In Fahrtrichtung die linke Seite des Bootes.
Bändsel
Kurzes Stück Leine z. B. zum festzurren von Gegenständen
Barometer
Gerät zur Feststellung und Überwachung des Luftdrucks.
Basislinie
Magenafarbene Linie in der Seekarte mit magentafarbenen, nicht ausgefüllten Dreiecken. Kennzeichnet den Beginn der Seeschifffahrtsstraße.
Beaufort-Skala
Tabelle / Übersicht über Windgeschwindigkeiten und deren Auswirkungen auf die See (Wellenbildung).
befeuerte Tonne
mit einem Feuer (“Licht”) ausgestattetes Schifffahrtszeichen, welches bei Nacht und/oder verminderter Sicht durch das Feuer optisch gut wahrgenommen werden kann.
belegen
Das Festmachen von Leinen an Pollern, Ringen oder Klampen
Bell
Hinweis an einer Tonne in der Seekarte, dass es sich um eine Glockentonne handelt. Bei Seegang gerät die Tonne in Bewegung, was die Glocke läuten lässt.
beobachteter Ort (Ob)
Tatsächlicher Schiffsort, der sich durch GPS-Ablesung oder eine Kreuzpeilung ermitteln- und in die Seekarte eintragen lässt.
Bergfahrt
Auf strömenden Binnengewässern (Flüssen) die Fahrt gegen die Strömung, d. h. von Tal zu Berg. Auf Kanälen eine festgelegte Richtung, die in der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) nachgeschlagen werden kann.
Bergschleusung
Das Schleusen vom Unterwasser zum Oberwasser.
Besatzung
Die Besatzungsmitglieder eines Bootes oder Schiffes. Alternativ: “Crew”.
Besteckversatz
Bezeichnet die Richtung und Distanz von einem Koppelort (Ok) zu einem beobachteten Ort (Ob) und entspricht dem Versatz des Schiffes durch Wind bzw. Strömung.
Bezugswasserstandsmarke
Informiert im Binnenbereich über bestimmte Hochwasserhöhen. Bei erreichen der jeweiligen Marke gelten für die Schifffahrt besondere Regeln, die unbedingt einzuhalten sind.
BfS (Bekanntmachungen für Seefahrer)
Enthält Informationen über Änderungen in Seekarten. Mit ihnen können die Seekarten des deutschen Seegebiets eigenständig aktualisiert werden.
Bilge
Unterster Bereich im inneren eines Schiffes zwischen Rumpfboden und den Bodenbrettern. Siehe auch Motorbilge.
Binnenschiff
Wasserfahrzeug, dass dem Güterstransport auf Binnenschifffahrtsstraßen dient.
Binnenschifffahrtsfunk
Funksystem, mit dem wichtige Nachrichten mit anderen Fahrzeugen oder Landfunkstellen ausgetauscht werden können. Es dürfen nur Nachrichten gesendet werden, die mit der Fahrt der Schiffe, der Sicherheit der Schiffe und insbesondere der Sicherheit aller Personen an Bord dienen.
Binnenschifffahrtsstraße
Wasserfläche im Landesinneren, die für Gütertransport genutzt wird und auch von Sportfahrzeugen genutzt werden kann.
Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung
Regelwerk für den Verkehr auf den Binnenschifffahrtsstraßen.
Binnenschiffsregister
Register beim Amtsgericht, in das Binnenschiffe eingetragen werden. Ähnelt dem Grundbucheintrag eines Hauses.
BinSchStrO
Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, Regelwerk für den Verkehr auf den Binnenschifffahrtsstraßen.
Blinkfeuer
siehe Lfl (“long flashing”).
Blockkanal
Landfunkstelle im Binnenschifffahrtsfunk, die Zugriff auf den Verkehrskreis “Schiff-Schiff” und “Nautische Information” hat.
BMDV
Bundesministerium für Digitales und Verkehr. U. a. zuständig für den Schiffsverkehr.
BMDV
Bundesministerium für Digitales und Verkehr. U. a. zuständig für den Schiffsverkehr.
Boje
Im Wasser verankerter, hohler Schwimmkörper in Kugel-, Kegel-, oder Tonnenform. Meist zum Festmachen von Booten (“Ankerboje”).
Bootshaken
Stange aus Aluminium oder Holz mit einem Haken an einer Seite. Dient dazu, eine Leine aus dem Wasser zu fischen oder eine Person im Wasser an das Boot heranzuziehen.
Bootsschein
“Ausweisdokument” für das Boot, ähnlich dem Kraftfahrzeugschein. Mit dem Begriff “Bootsschein” werden jedoch im Volksmund auch die Sportbootführerscheine bezeichnet. Mehr Info.
Bootstrailer
Speziell konstruierter Anhänger für ein Kraftfahrzeug, mit dem Boot über Straßen transportiert werden können.
BSH
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Kümmert sich u. a. um Meeresschutz, die Erstellung von nautischen Publikationen wie Seekarten und Gezeitenkalender und vieles mehr.
Buchstabieralphabet
auch “NATO-Alphabet”, “phonetisches Alphabet” oder “ICAO-Alphabet” genannt. Dient dem buchstabieren schwieriger Wörter in Funksprüchen. Jeder Buchstabe hat dazu seinen eigenen Begriff, wie z. B.: A = Alpha, B = Bravo, C = Charlie.
Bug
Der vordere Bereich des Bootes / des Schiffes.
Bugstrahlruder
Kleiner “Hilfsmotor”, der im Bugbereich des Bootes unterhalb der Wasserlinie verbaut ist. Die Druck des kleinen Propellers geht seitlich weg. Somit lässt sich der Bug in eine gewünschte Richtung bewegen. Hilft beim Manövrieren und verkleinert den Drehkreis des Bootes.
Buhne
ins Wasser ragende Steinanhäufung (“Damm”), der das Üfer schützen soll. Üblich zum Beispiel auf Rhein und Ijssel.
Bullauge
Ein rundes Schiffsfenster. Früher war das Glas dieser Fenster gewölbt, so dass es an das Auge eines Ochsen / Bullen erinnerte. Daher der Ausdruck “Bullauge”.
C
chartern
das Mieten eines Bootes oder einer Yacht für einen begrenzten Zeitraum.
Crew
Die Besatzungsmitglieder eines Bootes oder Schiffes. Alternativ: “Besatzung”.
D
Dalben
In den Boden des Gewässers gerammte Pfähle – meist aus Holz -, die dem Schutz einer schwimmenden Anlage dienen oder aber auch zu Festmachen von Booten / Schiffen.
Deutscher Motoryachtverband e.V. (DMYV)
Bundesverband für den Wassersport. Beauftragt durch das Bundesverkehrsministerium mit der Abnahme von Prüfungen (z. B. Sportbootführerscheine, Funkzeugnisse), der Ausstellung von internationalen Bootsscheinen und darüber hinaus Veranstalter von sportlichen Wettkämpfen.
Deviation
siehe Ablenkung.
Deviationstabelle
Siehe Ablenkungstabelle.
Dingi (Dinghi, Dinghy)
Ein kleines Beiboot, betrieben mit kleinem Außenbordmotor oder Paddeln, dient z. B. dem Übersetzen vom Ankerplatz an Land. Meist kleine Schlauchboote.
DGzRS
Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Unermüdlich im Einsatz, um Menschen und Schiffe aus gefährlichen Situationen zu retten.
DMYV
siehe Deutscher Motoryachtverband e.V.
Donauschifffahrtspolizeiverordnung
Enthält Regeln und Bestimmungen für das Fahren auf der Donau.
Dreifarbenlaterne
Laterne, die gleichzeitig die Seitenlichter in rot und grün (mit jeweils 112,5° Abstrahlwinkel), sowie das Hecklicht (weiß, 135° Abstrahlwinkel) bietet. Wird von Seglern bis zu einer bestimmten Größe genutzt und darf auch von Fahrzeugen ohne Antriebsmaschine (z. B. Ruderbooten) genutzt werden.
Drempel
Stützfläche, die dem Tor am Oberwasser einer Schleuse als Anschlag dient, Wasserdruck ableitet und zum wasserdichten Schließung des Tores dient.
Drift
Seitlicher Versatz des Bootes vom geplanten Kurs aus, meist verursacht durch Windeinfluss oder Strömung. Alternativausdruck: Abdrift.
DSC-Controller
Einheit eines Funkgerätes, dass die digitale Übermittlung von Nachrichten ermöglicht.
Deutscher Seglerverband (DSV)
Bundesverband im Wassersport, mit den gleichen Aufgaben wie der Deutsche Motoryachtverband e.V.
dümpeln
leichtes Schaukeln eines Bootes durch Wellen, ohne dass es sich fortbewegt.
E
Ebbe
Das Fallen des Wasserstandes vom Hochwasser zum Niedrigwasser, verursacht durch Gezeiten.
Echolot
Elektronischer Tiefenmesser, der mittels Ultraschall die Wassertiefe ermittelt und auf einem Display anzeigt.
Eigner
Der Eigentümer eines Bootes oder Schiffes.
Eindampfen in die Vorspring
Ablegemanöver, bei dem unter Hilfe der Vorspring der Bug zunächst in Richtung Land versetzt wird mit dem Zweck, das Heck freizubekommen (vom Land wegzudrehen). Anschließend kann der Liegeplatz mit Fahrt achteraus verlassen werden.
ELWIS
Elektronisches Wasserstraßen-Informationssystem. Webseite der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mit Informationen über Gewässer, Schleusen, Wasser- und Pegelstände, Rechtsgrundlagen und vielem mehr.
EPIRB
Emergency Position Indication Radio Beacon. Zu Deutsch: Seenotfunkbake. Sendet nach Aktivierung ein Notsignal dass es Rettungskräften ermöglicht, den Havaristen zu finden.
F
F (“fixed”)
Festfeuer. Feuer ohne Unterbrechungen.
Fachkundenachweis Seenotsignalmittel (FKN)
Berechtigungsschein zum Erwerb (z. B. Kauf) von bestimmten Pyrotechnischen Seenotsignalmitteln wie z. B. Signalraketen und Fallschirmsignalraketen.
Fahrt durchs Wasser (FdW)
Geschwindigkeit des Bootes ohne Berücksichtigung von Strömung. Kann an der Logge abgelesen werden.
Fahrt über Grund (FüG)
Geschwindigkeit des Bootes effektiv (“tatsächlich”) gegenüber dem Ufer oder dem Boden des Gewässers trotz Strömung und/oder Wind. Kann an einem GPS-Gerät abgelesen werden.
Fahrrinne
Besonders tiefer Teil eines Fahrwassers, auf den Fahrzeuge mit großem Tiefgang angewiesen sind. Die Fahrrinne liegt meist mittig in einem Fahrwasser.
Fahrwasser
Auf See die Wasserfläche, die durch Tonnen begrenzt und gekennzeichnet ist. Auf Binnengewässern der Bereich zwischen den beiden Ufern, der vom Schiffsverkehr genutzt werden kann.
Fender
Mit Luft gefüllte “Ballons” aus verstärktem Kunststoff, die am Boot befestigt werden. Sie schützen den Rumpf beim An- und Ablegen und auch beim Stillliegen neben anderen Booten vor Beschädigungen.
Festfeuer
siehe F (“fixed”).
feststehend
Im Sinne einer Peilung ein unbewegliches Objekt (z. B. ein Leuchtfeuer) oder nur in begrenztem Maße bewegliches Objekt (z. B. Tonnen).
Feuerhöhe
Beim Leuchtfeuer die Höhe des Feuers (symbolisch: “der Laterne”) über dem Meeresspiegel.
fieren
das kontrollierte losegeben / nachgeben von Leinen oder auch der Ankerkette. Ist zum Beispiel eine Festmacherleine zu stramm gesetzt, wird sie leicht gefiert (gelockert).
Fl (“flashing”)
Blitzfeuer. Die Lichterscheinung ist kürzer als die Verdunkelung.
Flut
Das Steigen des Wasserstandes vom Niedrigwasser zum Hochwasser, verursacht durch Gezeiten.
Funkdienst für die Klein- und Sportschifffahrt
Nachschlagewerk für das deutsche Seegebiet mit wichtigen Informationen über Wetter- und Warndienste, funkärztliche Beratungsmöglichkeiten und vieles mehr.
Funkelfeuer
siehe Q (“quick”).
Funkstelle
Funkgerät an Bord eines Bootes / Schiffes.
G
GDWS
Generaldirektion Wassserstraßen- und Schiffahrt. Kümmert sich um den Aus-, Um- und Neubau von Wasserstraßen und deren Erhalt. Ihr sind die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter unterstellt.
Gegenkurs
Gegenüberliegende (somit um 180° versetzte) Richtung des aktuellen Kurses. Beispiele:
Osten -> Westen, Nord-Ost -> Süd-West, 20° -> 200°, 300° -> 120°
Gezeitenkalender
Nachschlagewerk mit wichtigen Informtionen rund um die Gezeiten eines bestimmten Seegebietes. Enthält die Hoch- und Niedrigwasserzeiten, Tidenkurven, Informationen über Gezeitenunterschiede zu Anschlußorten und vieles mehr.
Gezeitenstromatlas
Nachschlagewerk mit wichtigen Informtionen über die gezeitenbedingten Strömungen eines Seegebietes.
GFK
Glasfaserverstärkter Kunststoff. Leichtes und stabiles Baumaterial für Sportboote.
Gischt
Wird Wasser stärker aufgewühlt, entsteht ein weißes Gemisch aus Wasser und Luft.
Gleichtaktfeuer
siehe ISO (“isophase”).
Gleiter
Sportboot, dass sich mit zunehmender Geschwindigkeit im vorderen Bereich zum Teil aus dem Wasser hebt und über das Wasser gleitet.
Grundsitzer
Ein Fahrzeug, das sich auf dem Gewässerboden festgefahren hat.
H
Hafenhandbuch
Nachschlagewerk mit wichtigen Informationen über die Häfen eines bestimmten Küstenbereichs. Es enthält Informationen über die Ansteuerung der Häfen, klimatische Verhältnisse vor Ort, sowie Service-Einrichtungen der Häfen (z. B. sanitäre Anlagen, Kran, Reparturservice, Tankstelle etc) und vieles mehr.
Handpeilkompass
Mobiler, also nicht fest eingebauter Kompass der zum Zwecke einer Peilung benutzt wird.
Hauptfahrwasser
Ähnlich wie eine Hauptstraße im Straßenverkehr. Der Verkehr auf dem Hauptfahrwasser hat Vorfahrt vor Fahrzeugen, die aus einem einmündenden Nebenfahrwasser auf das Hauptfahrwasser fahren möchten.
Havarie
Schäden, die ein Schiff oder seine Ladung während der Reise erleidet.
Heck
Der hintere Teil des Bootes / des Schiffes.
Hecklicht
Gehört zu den Positionslichtern. Bezeichnet den Heckbereich eines Schiffes. Eine Hecklaterne leuchtet weiß in einem Abstrahlwinkel von 135°
Heckstrahlruder
Quer zum Boot ins Heck verbaute, kleine “Antriebsmaschine”, die es ermöglicht, das Heck nach Steuerbord oder Backbord zu bewegen, auch ohne dass das Boot Fahrt voraus oder achteraus macht.
Heimathafen
Der Hafen, in welchem ein Boot oder Schiff angemeldet und registriert ist.
Hein & Hinnerk
Fiktive Charaktere der Bootsschule Yachting-Center, die in kurzen Videos Seemannsgarn und lustige Geschichten rund um das Thema “Nautik” erzählen.
Heuer
Lohn des Seemanns, welcher auch Unterkunft und Verpflegung beinhaltet.
Heultonne
Tonne, die akustische Signale von sich geben kann, üblicherweise bei verminderter Sicht. In der Seekarte gekennzeichnet mit “Hl-Tn” oder “Whis” (“Whistle”).
hissen
Das Hochziehen (“setzen”) einer Flagge oder eines Segels.
Hochdruckgebiet
Gebiet mit schönem Wetter, verzeichnet in Wetterkarten.
Hochwasser
Höchster Gezeitenwasserstand. Übergangspunkt vom steigenden Wasser (Flut) zum fallenden Wasser (Ebbe). Im Binnenbereich ein geringer Wasserstand, z. B. verursacht durch Dürreperidioden.
Horn
Angabe an einem Leuchtfeuer. Hinweis darauf, dass das Leuchtfeuer über ein Nebelhorn verfügt, dass bei unsichtigem Wetter aktiviert wird.
Höhe der Gezeit (HdG)
Wasserstand zu einem bestimmten Zeitpunkt, bedingt durch Ebbe oder Flut. Kann mit den Gezeitentafeln ermittelt werden und ist bei Seekarten im LAT (Lowest Astronomical Tides) auf die Kartentiefe aufzuaddieren. Ergibt zusammen mit der Kartentiefe die Wassertiefe (WT).
I
ICAO-Alphabet
siehe Buchstabieralphabet
Impeller
Ein kleiner “Propeller” bzw. “Schaufelrad” aus flexiblem Kunststoff. Wird bei Motoren z. B. in der Wasserpumpe verbaut, damit diese Wasser durch den Kühlkreislauf pumpen kann.
in Fahrt
Ein Boot, das nicht am Ufer festgemacht ist und nicht auf Grund aufgelaufen ist und auch nicht vor Anker liegt, ist “in Fahrt” befindlich. Es ist “frei treibend” und kann durch Wind und/oder Strömung von A nach B versetzt werden.
in Sicht befindlich
Kann von einem Fahrzeug aus ein anderes Fahrzeug gesehen – d. h. “optisch wahrgenommen werden”, so ist dieses in Sicht befindlich.
Internationaler Bootsschein (IBS)
“Ausweisdokument” für das Boot, ähnlich dem Kraftfahrzeugschein. Hat Gültigkeit in Deutschland zeitlich unbegrenzte Gültigkeit und muss für die Auslandsfahrt ggf. verlängert werden.
IQ (“interrupted quick”)
Unterbrochenes Funkelfeuer mit einer bestimmten Anzahl an Funkeln, auf welche eine Dunkelphase folgt.
ISO (“Isophase”)
Gleichtaktfeuer. Scheindauer und Dunkelphase sind von gleicher Länge.
Isobar
Linie, die in der Wetterkarte Orte verbindet, an denen der gleiche Luftdruck herrscht.
J
Jolle
Kleines, sportliches Segelboot.
Jungfernfahrt
Erste offizielle Fahrt eines Bootes oder Schiffes nach seiner Fertigstellung.
K
Kajüte
Raum auf dem Schiff, wird zum Wohnen, Schlafen oder zum Aufenthalt benutzt.
Kaltfront
Kalte Luftmasse in Bewegung. Front ist die vorderste Grenze dieser Luftmasse in Richtung ihrer Bewegung.
Kardinalssystem
Tonnen, die Gefahrenstellen markieren. Das Kardinalssystem definiert das Aussehen (Farbe, Toppzeichen) und die besondere Befeuerung dieser Tonnen und ebenso, an welcher (Himmels-)Richtung die Gefahrenstelle gefahrlos passiert werden kann.
Kartenplotter
Elektronisches Gerät, auf welchem digitale Seekarten dargestellt werden können. Mit GPS verbunden liefert der Kartenplotter eine Darstellung der eigenen Position und Geschwindigkeit in Echtzeit. Es lassen sich Wegstrecken (Routen) und Wegpunkte planen. Ersetzt nicht die Notwendigkeit auf Seekarten zu navigieren.
Kartentiefe (KT)
Tiefenangabe aus der Seekarte. Nicht zu verwechseln mit der Wassertiefe (WT).
Kennung
Art und Weise des Feuers eines Leuchtfeuers oder einer befeuerten Tonne. Z. B. Festfeuer, Gleichtaktfeuer, Funkelfeuer, schnelles Funkelfeuer, Blitzfeuer, unterbrochenes Feuer, unterbrochenes Funkelfeuer.
Kiellinie
Mittellinie des Schiffes, verläuft längs des Bootes und endet (symbolisch) in der Bugspitze.
Kimmkieler
Segelyacht, die statt einem tiefgehenden Kiel zwei kurze Kiele je an einer Schiffsseite besitzt. Verringert den Tiefgang und vereinfacht das Trockenfallen.
Klabautermann
Dem Aberglauben nach ein (in der Regel) unsichtbarer Geist an Bord des Schiffes, der den Kapitän vor Gefahren warnt, aber auch gerne Blödsinn anstellt.
Klampe
Vorrichtung an Bord eines Bootes oder auch an Stegen, an denen eine Leine befestigt (das Boot festgemacht) werden kann. Eine Klampe zeichnet sich durch zwei sich gegenüberliegende “Hörner” aus, um die die Leine wechselseitig geschlagen wird.
Knoten
Einheit der Schiffsgeschwindigkeit. Entspricht Seemeilen pro Stunde. Eine Seemeile entspricht wiederum einer Strecke von 1,852km. Somit gilt: 1 sm pro Stunde (sm/h) = 1 Knoten = 1,853 Kilometer pro Stunde (km/h).
Koje
Schlafplatz auf einem Schiff. Ursprünglich sogar ein enger Schlafplatz. Alternativ auch ein Ausdruck für einen kleinen Lagerraum.
Kollision
Zusammenstoß eines Schiffes mit einem anderen Schiff, schwimmenden Schifffahrtszeichen, eine schwimmenden Anlage (z. B. Steg) oder einer festen Anlage (z. B. Kaimauer).
Kombüse
Die Küche / der Kochbereich des Bootes / des Schiffes. Wird auch “Pantry” genannt.
Kompass
Gerät zur Bestimmung der Vorausichtung (Kurs) des Bootes, bezogen auf den magnetischen Nordpol der Erde. Dient auch der Bestimmung der Himmelsrichtungen sowie der Feststellung des Schiffsortes mittels einer Peilung.
Kompassrose
Scheibe im Kompass, auf welcher die Gradzahlen aufgedruckt sind. Alternativ: In der Seekarte aufgedruckte Rose, zur Ermittlung der Missweisung.
Kopfschlag
Sichert beim Belegen einer Klampe die Kreuschläge, damit der Knoten sich nicht von alleine lösen kann. Das Ende der Leine wird in einer Schlaufe um das Horn der Klampe gelegt und liegt anschließend parallel zum letzten Kreuzschlag.
koppeln
Begriff aus der Navigation. Bezeichnet im Allgemeinen “ermitteln” / “berechnen”. Fahre ich mit einer bestimmten Geschwindigkeit für eine bestimmte Zeit, so legt man planmäßig eine gewisse Strecke zurück. Die Ermittlung dieser Strecke bezeichnet man schon als “koppeln”.
Koppelort (Ok)
Ein auf der Kurslinie markierter Ort. Mit der Geschwindigkeit und Fahrtdauer wird die Strecke ermittelt, die voraussichtlich zurück gelegt wird. Diese Strecke wird ab der aktuellen Position auf der Kurslinie eingezeichnet und ergibt den Koppelort, d. h. den Ort, der planmäßig erreicht wird.
Krängung
Schräglage des Schiffes nach Steuerbord oder Backbord, häufig verursacht durch Winddruck.
Kreuzknoten
Mit dem Kreuzknoten werden zwei Leinen von gleichem Durchmesser sicher miteinander verbunden.
Kreuzpeilung
Feststellung des Winkels zu zwei verschiedenen (feststehenden) Objekten zur Feststellung des Schiffsortes, d. h. des beobachteten Ortes (Ob)
Kurs
beabsichtigte / geplante Fahrtrichtung des Bootes. Unterschieden werden verschiedene Kurse, wie z. B. der missweisende Kurs (mwK) oder der rechtweisende Kurs (rwK).
Kursbeschickung
Die Umrechnung vom Magnetkompasskurs (MgK) zum rechtweisenden Kurs (rwK) oder anders herum. Werden Wind und Strom mit berücksichtigt, dann auch die Umwandlung bis hin zum Kurs durchs Wasser (KdW) bzw. Kartenkurs (KaK).
Kursgerechtes Aufstoppen
Bildlich gesprochen das “abbremsen” des Bootes bis zum Stillstand. Dabei soll beim Stillstand der alte Kurs (die alte Fahrtrichtung) immer noch anliegen. Ein Versatz durch Wind, Strömung oder Radeffekt ist demnach während des Manövers auszugleichen.
Kurs halten nach Sicht
Mit dem Boot auf ein Objekt (Leuchtfeuer, Tonne o. ä.) zusteuern.
Kurshalter
Fahrzeug, das gegenüber einem ausweichpflichtigen Fahrzeug Kurs und Geschwindigkeit beibehalten muss.
Küstenlinie
Linie in der Seekarte, die die Landmasse von den Wasserflächen trennt.
Küstenmeer / Küstengewässer
Wasserfläche mit einer “Breite” von 12sm ab der Küstenlinie (bei mittlerem Hochwasser) oder dem Ende einer Binnenschifffahrtsstraße oder einer in der Seekarte verzeichneten Basislinie in Richtung offene See.
KVR
Kollisionsverhütungsregeln. Gelten weltweit (länderübergreifend). In den KVR ist u. a. geregelt: Schallsignale, Lichterführung und Ausweichregeln.
L
Landeswasserstraße
Wasserfläche, deren Betrieb dem einzelnen Bundesland obliegt. Das jeweilige Bundesland kann die Wasserfläche für Sportboote freigeben oder sperren.
Landratte
Person, die nicht zur See fährt oder keine Erfahrung in der Seefahrt besitzt.
Lateralsystem
System der Betonnung zur Navigation. Es definiert, dass (und wie) Tonnen aufgrund ihrer Farbe, Form und Nummerierung zur Navigation bei verschiedensten Sichtbedingungen verwendet werden können.
Länge über alles (Lüa)
Gesamtlänge des Bootes, gemessen vom hintersten Punkt des Hecks zum vordersten Punkt am Bug.
Länge Wasserlinie (LWl)
Länge (Strecke) des Bootes, das tatsächlich im Wasser liegt. Üblicherweise ist die Wasserlinie kürzer als die Länge über alles (Lüa)
Leck
Loch im Rumpf, durch welches Wasser ins Boot eindringen kann. Undichtigkeit in Schläuchen oder Ventilen, durch die Flüssigkeiten (z. B. Frischwasser der Diesel) oder auch Gase ins Bootsinnere gelangen können.
Lee
Die dem Wind abgewandte Seite. Beispiel: Der Wind kommt von Steuerbord auf das Boot zu, geht über das Boot hinweg und “verschwindet” über Backbord, dann ist dem Backbordseite die dem Wind abgewandte Seite.
Leitfeuer
Leuchtfeuer mit drei Sektoren. Von See kommend an Steuerbord grün, in der Mitte weiß und an Backbord rot. Bildet mittels des Feuers ein Fahrwasser.
Lenzen
Das Abpumpen von ins Boot eingedrungenes Wasser.
Leuchtfeuer
Im Volksmund “Leuchtturm” genannt. Ortsfestes Seezeichen, dass sich über sein Feuer (“Lichterscheinung”) identifizieren lässt. Es leitet auf dem Weg über das Wasser und kann vor Gefahren warnen. Teilweise bieten Leuchtfeuer auch Nebelhörner. Besondere Leuchtfeuerarten sind das Leitfeuer, das Quermarkenfeuer und das Richtfeuer.
Leuchtfeuerverzeichnis
Nachschlagewerk über Leuchtfeuer eines bestimmten Seebereichs. Bietet viele wertvolle Informationen über Leuchtfeuer, wie z. B. Aussehen am Tage, die Kennung, Position, Grenzen einzelner Sektoren (“Abstrahlwinkel”).
Lfl (“long flashing”)
Blinkfeuer. Die Lichterscheinung ist länger als die Verdunkelung. In der Regel ist die Länge der Dunkelphase recht lang ausgeprägt.
Lifebelt
Sicherungsgurt für Personen. Wird angelegt und sowohl an der Rettungsweste, als auch an einem festen Punkt an Bord befestigt (“angeschlagen”). Kann das Überbordfallen von Personen verhindern.
linke Fahrrinnenseite (Uferseite)
Auf Talfahrt (von der Quelle zur Mündung) die linke Uferseite. Beispiel: “linksrheinisch”.
Logbuch
Tagebuch des Schiffes, daher auch gern “Schiffstagebuch” genannt. Im Logbuch werden u. a. Wetterbeobachtungen, Wetterberichte, Kurs, zurückgelegte Strecken, wichtige Funkmeldungen und besondere Vorkommnisse festgehalten. Auch Sportboote sind nach SOLAS zum Führen eines Logbuchs verpflichtet.
Logge
Geschwindigkeitsmesser, der die Geschwindigkeit des am Boot vorbeiströmenden Wassers misst. Entspricht der Fahrt durchs Wasser (FdW)
Löschplatz
Liegeplatz für ein Fahrzeug, an welchem Güter abgeladen werden.
Lot
siehe Echolot.
LRC
Long Range Certificate. Funkbetriebszeugnis für den mobilen Seefunkdienst. Für Aussendungen und Empfang von Nachrichten auf der Grenz- und Kurzwelle sowie dem Satelliten-System “INMARSAT”
Luv
Die dem Wind zugewandte Seite. Beispiel: Kommt der Wind von Steuerbord auf das Schiff zu, so ist Steuerbord die Luvseite.
M
Magnetkompasskurs (MgK)
Kurs des Fahrzeugs, bezogen auf “magnetisch Nord” und Vorausrichtung des Fahrzeugs.
Manövrierbehindert
Ein Fahrzeug, dass aufgrund seiner Arbeit bzw. Tätigkeit (z. B. Bagger) nicht wie vorgeschrieben manövrieren (und somit auch nicht ausweichen) kann, gilt als manövrierbehindert.
Manövrierunfähigkeit
Ein Fahrzeug, dass aufgrund technischer Defekte (wie z. B. Ausfall der Maschine) nicht wie vorgeschrieben manövrieren (und somit auch nicht ausweichen) kann ist manövrierunfähig.
Marina
Hafen für Sportboote, der eine gewisse Infrastrukur (sanitäre Anlagen und andere Annehmlichkeiten) sowie Serviceleistungen bieten, wie z. B. einen Kran, eine Sliprampe, Bootsservice, Tankstelle.
Mast
Senkrecht auf dem Boot stehende “Stütze”, an der Flaggen gehisst- und Positionslichter oder Antennen montiert werden können. Alternativ auch der Träger für Segel: Auf Segelyachten wird am Großmast das Großsegel gehisst (gesetzt).
Mayday
Schlagwort das ausdrückt, das Hilfe bei unmittelbarer Gefahr für Menschenleben oder das Schiff benötigt wird. Abgeleitet aus dem französischen “voulez-vous m´aider”, daher ausgeprochen “Määäh-Deeh”
Mensch über Bord – Manöver
Alternative Ausdrücke: “Mann über Bord”, “Person über Bord”. Rettungsmanöver, mit dem eine über Bord gefallene Person aus dem Wasser gerettet wird.
Messe
Der Speiseraum auf Schiffen.
Meuterei
Aufstand an Bord, bei denen sich die Mannschaft oder Crewmitglieder gegenüber der Vorgesetzten auflehnen und die Ausführung von Befehlen verweigern.
missweisender Kurs (mwK)
Der Kurs des Bootes bezogen auf missweisend Nord.
Missweisung (Mw)
Vom Standort des Schiffes aus gesehen der Winkel zwischen geographischem Nordpol (rwN) und magnetischem Nordpol (missweisend Nord (mwN)).
mit Fahrt
Boote, die ihren eigenen Antrieb aktiv nutzen, sind “mit Fahrt (durchs Wasser)” unterwegs.
Mo(AL)
Angabe in der Seekarte zu einem Nebelhorn. Die Angabe “Mo” bedeutet, dass das Nebelhorn bestimmte Morsebuchstaben als Schallsignal sendet. In Klammern findet sich die Angabe, welcher oder welche Morsebuchstaben gesendet werden, hier also “A” und “L”.
mobiler Seefunkdienst
Funksystem, dass die Kommunikation zwischen Seefunkstellen oder zwischen Seefunkstellen und Küstenfunkstellen können.
Moselschifffahrtspolizeiverordnung
Enthält Regeln und Bestimmungen für das Fahren auf der Mosel.
Motorbilge
Auf Sportbooten im Motorraum der Bereich zwischen dem Rumpfboden und den Bodenbrettern über dem Motor. Siehe auch Bilge.
Mündung
Ende eines fließenden Gewässers. Der Punkt, wo der Fluß ins Meer mündet.
N
Nacht
Der Zeitraum von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.
Nationalpark / Naturschutzgebiet
Besondere und in der Seekarte ausgewiesene Gebiete, in denen die Natur und auch Tiere und Pflanzen besonders geschützt werden.
NATO-Alphabet
siehe Buchstabieralphabet.
Nautik
Überbegriff für die gesamte Navigation und das Manövrieren von Booten und Schiffen über die Binnengewässer oder die Meere und Ozeane.
Navigation
Alle Tätigkeiten, die der Bestimmung des Schiffsortes, der Kurses und der Einhaltung des Kurses dienen.
Navigationsbesteck
Unverzichtbares Hilfsmittel für die Navigation auf Papier-Seekarten, dazu zählen z. B. Marinezirkel, Kursdreieck und Anlegedreieck.
NAVTEX
Funktelexverfahren über welches nautische Warnnachrichten und Seewetterberichte empfangen werden können.
Nebelhorn
Oftmals bei Leuchtfeuern zu finden. Bei verminderter Sicht wird das Nebelhorn aktiviert und gibt dann akustische Signale von sich. Am Beispiel eines Leuchtfeuers kann dieses dann nicht nur durch seine Kennung (das Feuer)- sondern auch durch die akustischen Signale erkannt werden.
Nebenfahrwasser
Fahrwasser, das in ein Hauptfahrwasser einmündet. Fahrzeuge auf dem Nebenfahrwasser sind Wartepflichtig. Fahrzeuge auf dem Hauptfahrwasser haben Vorfahrt.
Nenntragweite
Tragweite eines Feuers bei bestimmten Atmosphärischen Bedingungen. Anders ausgedrückt: Angabe, wie weit das Feuer eines Leuchtfeuers sichtbar ist, wenn gerade meteorolgisch “gute Sicht” besteht.
NfS
Nachrichten für Seefahrer. Sie enthalten Informationen über Änderungen in ausländischen Seekarten, mit denen die Seekarten selbst aktualisiert werden können.
Niedrigwasser
Geringster Gezeitenwasserstand. Übergangspunkt vom fallenden Wasser (Ebbe) zum steigenden Wasser (Flut). Im Binnenbereich ein hoher Wasserstand, versursacht durch viel Regen, Schneeschmelze o. ä.
NIF (Nautischer Informationsfunk)
Besondere Funkkanäle im Binnenbereich, auf den Revierzentralen und Schleusen erreicht werden können und auf welchen nautische Informationen (z. B. Pegelstände) durchgegeben werden.
Nikolaus (Sankt)
Schutzpatron der Seefahrer, Seeleute und Fischer.
Nippzeit
Phase mit einem abgeschwächten Gezeitengeschehen.
NOK
Siehe Nord-Ostsee-Kanal.
Nord-Ostsee-Kanal
Kanal, der die Nordsee mit der Ostsee verbindet. Zählt zu den Seeschifffahrtsstraßen.
Notsignal
Mittel, um Aufmerksamkeit zur Hilfeleistung in einem Notfall zu erregen. Laut Kollisionverhütungsregeln (KVR) zählen u. a. zu den Notsignalen pyrotechnische Signalmittel (Handfackel, Fallschirmsignalrakete etc.), Sprechfunk, DSC-Controller, Seefnotfunkbake (EPIRB) und vieles mehr.
O
Oberwasser
Bei Schleusen die Seite mit dem hohen Wasserstand
Obstn
Englisch: “Obstruction”, bezeichnet in der Seekarte ein Schifffahrtshindernis.
Oc (“occulting”)
Unterbrochenes Feuer. Scheindauer ist Länger als die Verdunkelung.
Ok
siehe Koppelort.
Ölzeug
Schlechtwetterkleidung. Schützt vor Regen und Gischt (Spritzwasser).
Opferanode
Schützt das Unterwasserschiff vor Korrosion. Siehe auch Aluminiumanode und Zinkanode.
Optimist
Kleines Segelboot für eine Person mit einer Länge von ca. 1,3m. Üblicherweise von Kindern genutzt.
P
Päckchen
Haben sich zwei oder mehrere Schiffe längsseits aneinander festgemacht, so liegen sie “im Päckchen”. In vollen Häfen ist das Liegen im Päckchen üblich und im Sinne des Sportsgeistes “selbstverständlich”.
Palstek
Mit diesem Knoten wird ein Auge in beliebiger Größe hergestellt, dass auch bei Last auf Leine und Knoten seine Größe nicht verändert. Kann zum Festmachen des Bootes (Belegen an einem Poller) aber auch zum Retten einer Person aus dem Wasser genutzt werden.
Pantry
Küche bzw. der Kochbereich eines Bootes / eine Schiffes. Wird auch “Kombüse” genannt.
Patenthalse
Bei einer Patenthalse schlägt der Baum einer Segelyacht unkontrolliert von einer Schiffsseite zur anderen. Kann lebensgefährlich sein.
Peilung
Blickwinkel zu einem oder mehreren Objekten wie Leuchtfeuer, Schifffahrtszeichen oder anderen Fahrzeugen. Dient u. a. der Bestimmung des eigenen Standortes oder der Feststellung, ob eine Kollisionsgefahr vorliegt.
Persenning
Abdeckung für das Boot oder einen Teil des Bootes, üblicherweise aus wasserabweisendem Material wie dickerem Stoff oder Kunststoff.
phonetisches Alphabet
siehe Buchstabieralphabet
Pinne
Dient der Bewegung des Ruderblattes z. B. bei Segeljollen. Die Pinne (ein Hebel) bewegt das Ruderblatt nach Steuerbord oder Backbord.
Poller
Sehr Kurzer, meist dicker “Pfahl”, der an der Kaimauer oder einem Steg befestigt ist und dem Festmachen des Schiffes mittels Leinen dient.
Positionslichter / Positionslaternen
Laternen mit festem Abstrahlwinkel, die dazu dienen die Position, den Kurs und die Art eines Fahrzeugs erkennen zu können. Zu den Positionslichtern gehören Seitenlichter, Hecklicht und Topplicht.
Pricke
Seitenbezeichnung eines Fahrwasssers im Wattgebiet. Verwendet wird oft eine junge Birke oder Stagen mit Zweigen.
Priel
Wasserlauf im Watt, dass bei Ebbe mit Wasser gefüllt ist. Stehst Du bei Ebbe am Strand und siehst Flächen oder Bereiche, an denen noch etwas Wasser auf dem Sand steht, so dies ein Priel.
Propeller
Auch Schiffsschraube genannt. Ähnlich wie bei einem Flugzeugpropeller wird die drehende Bewegung des Propellers in Vorwärtsfahrt bzw. Rückwärtsfahrt umgewandelt.
Pütz
Eimer mit einer Leine am Henkel. Wird benötigt, um Wasser aus dem Boot zu schöpfen oder Wasser an Deck zu holen, z. B. um dieses zu säubern.
pyrotechnische Seenotsignalmittel
spezielle Signalmittel, mit denen im Seenotfall Aufmerksamkeit zur Hilfeleistung erregt werden kann. Dazu zählen z. B. Handfackel, Signalraketen und Fallschirmsignalraketen.
Q
Q (“Quick”)
Funkelfeuer. 50 – 60 Lichterscheinungen pro Minute.
Quelle
Ursprung eines fließendes Gewässers.
querab
Bezeichnet die Richtung bzw. Blickrichtung exakt 90° zur Kiellinie des Bootes, gern ergänzt durch “Steuerbord” oder “Backbord”: Steuerbord querab oder Backbord querab.
Quermarkenfeuer
Leuchtfeuer, das mittels zweier Ankündigungssektoren auf eine Kursänderung hinweist. In der Mitte der beiden weißen Ankündigungssektoren liegt ein farbiger Kursänderungssektor (grün oder rot). Die jeweilige Farbe informiert darüber, in welche Richtung (Steuerbord/Backbord) aus der Perspektive “von See kommend” zu ändern ist.
R
Radarreflektor
Erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das eigene Fahrzeug auf dem Radarbildschirm eines anderen Fahrzeugs gut erkennbar ist.
Radeffekt
Versatz des Hecks zu einer bestimmten Seite (Steuerbord oder Backbord) bei Rückwärtsfahrt, verursacht durch den Propeller. Dreht ein Propeller im Vorwärtsgang rechts herum, zieht das Heck bei Rückwärtsfahrt nach Backbord.
rechte Fahrrinnenseite (Uferseite)
Auf Talfahrt (von der Quelle zur Mündung) die rechte Uferseite. Beispiel: “rechtsrheinisch”.
rechtweisender Kurs (rwK)
Kurs des Bootes bezogen auf den geographischen Nordpol der Erde (rechtweisend Nord, rwN)
Reede
Riesiger “Parkplatz” bzw. Wartebereich für die Berufsschifffahrt.
Reederei
Unternehmen, dass mehrere Schiffe mit gewerblichem betreibt zum Zweck betreibt, z. B. zum Gütertransport.
Reling
Ein “Geländer” auf Deck, rund um das Boot herum. Schützt vor dem Überbordfallen. An der Reling können auch Fender befestigt werden.
Rettungsgurt
siehe Lifebelt
Rettungweste
Weste mit ohnmachtssicherem Kragen, die eine Person retten kann. Garantiert Rückenlage und hält den Kopf über Wasser. Sie schränkt die Bewegungsfähigkeit ein und verhindert somit, dass die tragende Person aktiv schwimmt und schneller auskühlt.
Rheinschifffahrtspolizeiverordnung
Enthält Regeln und Bestimmungen für das Fahren auf dem Rhein.
Richtfeuer
Aus zwei verschiedenen und unterschiedlich hohen Leuchtfeuern bestehend. Auf einem ganz bestimmten Kurs sieht man von Bord aus die Feuer der beiden Türme in Deckung, d. h. senkrecht übereinander. In diesem Moment befindet man sich auf der “Richtfeuerlinie”.
Richtfeuerlinie
In der Seekarte eingezeichnete Linie, die den exakten (rechtweisenden) Kurs angibt, bei dem das Ober- und Unterfeuer eines Richtfeuers in Deckung liegen.
Rudergänger*in
Person, die am Steuer steht und das Fahrzeug lenkt. Verantwortlich bleibt jedoch der/die Schiffsführer*in bzw. Skipper*in.
Rumpfanode
Schützt das Unterwasserschiff vor Korrosion. Siehe auch Aluminiumanode und Zinkanode.
Rumpfgeschwindigkeit
Höchstgeschwindigkeit eines Bootes in Verdrängerfahrt.
Rumpflänge
Die reine Gesamtlänge des Rumpfes ohne Anbauteile wie Bugspriet oder Badeplattform.
Rundtörn (1 1/2fach) mit 2 halben Schlägen
Mit diesem Knoten lassen sich Fender an der Reling befestigen, oder das Schiff an einem Ring am Steg. Damit der Knoten sicher hält, braucht es 1 1/2 Rundtörns und zur Sicherung zwei halbe Schläge.
Rundumlicht
Laterne, die rundherum (360°) abstrahlen kann.
S
Schallsignal
Einzelne kurze oder lange Töne oder auch zusammengesetzte Kombinationen, die der Verständigung von Schiffen untereinander dienen oder informativen oder auch warnenden Charakter haben. Einige Beispiele sind hier zu finden.
Schifffahrtsweg
Festgelegte und empfohlene Route auf See, die von der Berufsschifffahrt genutzt wird. Schifffahrtswege sind keine Fahrwasser.
Schifferklavier
seemännischer Ausdruck für “Akkordeon”.
Schiffsführer
Die an Bord verantwortliche Person. Verantworlich für die Schiffsführung, die Ausrüstung und Seetauglichkeit des Schiffes, die Einhaltung der polizeilichen Vorschriften und vor allem für alle an Bord befindlichen Personen. Auch “Skipper” genannt.
schnelles Funkelfeuer
siehe VQ (“very quick”).
Schotstek
Knoten, mit dem Leinen unterschiedlichen Durchmessers miteinander verbunden werden. Ist der Unterschied in den Durchmessern groß, empfiehlt sich der doppelte Schotstek.
Schutzhafen
ein irregulärer Hafen, den Schiffe bei schlechten Wetterbedingungen, technischen Problemen oder Notfällen anlaufen können.
Schwimmweste
Weste, die den tragenden beim Schwimmen unterstützen soll und somit die Bewegungsfähigkeit nicht einschränken darf. Eine Schwimmweste ist jedoch keine Rettungsweste.
Seefunkstelle
Funkgerät an Bord eines Bootes / eines Schiffes, das am mobilen Seefunkdienst teilnimmt bzw. teilnehmen kann.
Seegang
Wellen an der Wasseroberfläche, verursacht durch z. B. Wind, Grundsee oder Kreuzsee.
Seekarte
Karte mit wichtigen Informationen zur sicheren Navigation auf See. Sie enthält Informationen über die Kartentiefe, Untiefen, Hindernisse,
Leuchtfeuer, Betonnung und vieles mehr.
Seemannsgarn
Wahre und auch unwahre Geschichten und Erzählungen über Ereignisse in der Seefahrt.
seemännische Sorgfaltspflicht
Verpflichtung, auch über die Verkehrsvorschriften hinaus stets besondere Vorsicht walten zu lassen um gefahrdrohende Ereignisse abzuwenden.
Seemeile
In der Nautik die Einheit, in der Distanzen angegeben werden. Eine Seemeile ist mathematisch bewiesen (insofern keine erdachte oder festgelegte Größe) und entspricht 1,852km.
Seenot / Seenotfall
Akute Gefahr für die Menschen an Bord oder den erhöhten Sachwert (z. B. die Yacht), bei der dringend fremde Hilfe erforderlich ist.
Seeschifffahrtsstraße
Wasserfläche auf dem Meer. Ab Küstenlinie (bei mittlerem Hochwasser) oder ab Ende einer Binnenschifffahrtsstraße oder ab einer in der Seekarte eingezeichneten Basislinie 3sm seewärts (“in Richtung offenes Meer”).
Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung
Regelt den Verkehr auf Seeschifffahrtsstraßen. Hat auf deutschen Seeschifffahrtsstraßen Vorrang vor den Kollisionsverhütungsregeln (KVR).
Seeschiffsregister
Register, in welchem seegehende Schiffe eingetragen werden. Ähnelt dem Grundbucheintrag eines Hauses.
Seeschlag
Schäden am Schiff, verursacht durch Seegang, zum Beispiel durch fortwährendes, hartes Aufprallen des Rumpfes auf Wellenbergen.
SeeSchStrO
Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung. Regelt den Verkehr auf Seeschifffahrtsstraßen. Hat auf deutschen Seeschifffahrtsstraßen Vorrang vor den Kollisionsverhütungsregeln (KVR).
Seeventil
Absperrvorrichtung in Wasser- oder Abflussleitungen an Bord. Vergleichbar mit einem “Kugelhahn”. Die Leitungen müssen absperrbar sein, damit bei einem Schaden an der Leitung bzw. dem Schlauch kein Wasser ins Bootsinnere gelangen kann.
Seewetterbericht
Wetterbericht für Küstenbereich und das offene Meer. Viel detaillierter als ein Landwetterbericht, da u. a. örtliche Einflüsse mit einbezogen werden.
Seitenlicht
Gehört zu den Positionslichtern. Die Backbordseite bekommt ein rotes Licht mit einem Abstrahlwinkel von 112,5°, die Steuerbordseite ein grünes Licht mit Abstrahlwinkel 112,5°.
Sektorenfeuer
Leuchtfeuer, dass in (oftmals mehreren) verschiedenen Abstrahlwinkeln und in bestimmten Farben abstrahlt.
Sichere Geschwindigkeit
Den Sicht- und Seegangsverhältnissen angepasste Geschwindigkeit, bei der das Fahrzeug jederzeit kurzfristig aufgestoppt werden kann.
Sicherheit auf dem Wasser
Wichtige Informationsbroschüre des Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie über die Ausrüstung von Schiffen, die sichere Schiffsführung sowie die sichere Törnplanung. Kann hier downgeloadet werden.
Skipper*in
Die an Bord verantwortliche Person. Verantwortlich für die Schiffsführung, die Ausrüstung und Seetauglichkeit des Schiffes, die Einhaltung der polizeilichen Vorschriften und vor allem für alle an Bord befindlichen Personen. Auch “Skipper” genannt.
Sliprampe / Slipanlage
Schräge Ebene die es ermöglicht, Boote vom Trailer aus ins Wasser zu lassen oder aus dem Wasser zu holen.
Smutje
Der Koch oder die Köchin an Bord eines Schiffes.
SOLAS
Internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (“International Convention for the safety of life at sea”). Regelt u. a. die Navigationspflicht, Logbuchpflicht, die Ausrüstung der Boote und Schiffe und vieles mehr.
Sperrgebiet
In Seekarten verzeichnetes und durch Tonnen gekennzeichnetes Gebiet, in das die Einfahrt strengstens verboten ist.
Sportboot
Ein Wasserfahrzeug zu einem sportlichem- oder einem erholsamem bzw. privaten Zweck dient.
Sportbootführerschein
Befähigungszeugnis für das Führen von Sportbooten und motorisierten Wassersportgeräten ab 15 PS Leistung an der Propellerwelle bzw. ab 7,5 kw beim Elektromotor in der Betriebsart S1 (“Dauerbetrieb”). Erwerbbar für den Gültigkeitsbereich Binnen oder See.
Sportpatent
Befähigungszeugnis für das Führen von Sportbooten größer als 20m und kleiner als 25 auf dem Rhein.
Sportschifferzeugnis
Befähigungszeugnis für das Führen von Sportbooten größer als 20m und kleiner als 25 auf Binnenschiffahrtsstraßen, die nicht streckenkundepflichtig sind.
Sprechfunk
drahtlose Kommunikation (Sprachübertragung) über ein Funkgerät, im Binnen- und Seefunk auf Ultrakurzwelle – UKW.
Springzeit
Phase, in der das Gezeitengeschehen deutlich ausgeprägter ist.
SRC
Short Range Certificate. Funkbetriebszeugnis für den mobilen Seefunkdienst
Steuerkompass
Fest ins Schiff eingebauter Kompass, an welchem der aktuelle Kurs (“Magnetkompasskurs”) abgelesen werden kann.
Steuern nach Schifffahrtszeichen oder Landmarken
Mit dem Boot auf ein Schifffahrtszeichen (z. B. eine Tonne) oder eine Landmarke (z. B. Objekt an Land) zusteuern.
Steuerrad
Prinzipiell das “Lenkrad” des Schiffes. Dient der Bewegung des Ruderblattes so dass das Boot nach Steuerbord oder Backbord fährt.
stillliegen
Festgemachtes Fahrzeug, sinnbildlich: “parkendes” Fahrzeug
Stopfbuchse
Abdichtung der Propellerwelle, wo diese durch den Rumpf nach außen geführt wird. In die Dichtung werden Talgringe eingesetzt und die verbleibenden Zwischenräume mit wasserabweisendem Fett aufgefüllt.
Stopperstek
Knoten, der eine unter Last stehende Leine entlasten kann oder aber Zug auf eine Leine in eine bestimmte Richtung geben kann.
Stromraute
In der Seekarte eine magentafarbene Raute mit einem Buchstaben. Mit dem Kennbuchstaben lassen sich aus einer Tabelle Informationen über die Strömungsrichtung und Strömungsgeschwindigkeit entnehmen.
T
Tag
Der Zeitraum von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
Takelage
Überbegriff für die komplette Ausrüstung eines Segelbootes oder einer Segelyacht, die der Stabilität des/der Mast(en) und der Bedienung der Segel dient.
Talfahrt
Auf strömenden Binnengewässern (Flüssen) die Fahrt mit der Strömung “im Rücken”, d. h. von Berg zu Tal. Auf Kanälen eine festgelegte Richtung, die in der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) nachgeschlagen werden kann.
Talschleusung
Das Schleusen vom Oberwasser zum Unterwasser.
Tauwerk
Übergeordneter Begriff für Leinen und Seile, die aus synthetischen- oder aus Naturfasern hergestellt werden.
Tidenfall
Der Unterschied zwischen der Höhe des Hochwassers und des darauf folgenden Niedrigwassers.
Tidenhub
Der Unterschied zwischen der Höhe des Niedrigwassers und des darauf folgenden Hochwassers.
Tiefdruckgebiet
Schlechtwettergebiet, in Wetterkarten verzeichnet.
Tiefenlinie
Verbindet in einer Seekarte Orte, an denen die gleiche Kartentiefe zu finden ist. Beispielsweise die Übergangslinie zwischen dem Tiefwasser- und dem Flachwasserbereich.
Tiefgangbehindert
Ein Fahrzeug, das hohen Tiefgang hat (tief ins Wasser reicht) und somit nur in einer Fahrrinne fahren kann.
Törn
Die gesamte Reise mit einem Schiff, oder aber eine Reiseetappe.
Törn oder Rundtörn
Wird Leine einmal um einen Gegenstand gewickelt, spricht man von einem Törn oder Rundtörn.
Toplicht
Weißes Licht, das in der Nacht und bei unsichtigem Wetter ein Fahrzeug mit Antriebsmaschine (“Motor”) kennzeichnet.
Toppzeichen
Geometrische Figur oben auf einer Tonne. Dient der Identifizierung der Tonne sowie ihrem Zweck bei unterschiedlichen Sichtbedingungen. Üblich sind Kegel, Zylinder und Ball.
Trailer
Im Bootsbereich ein speziell konstruierter PKW-Anhänger für den Transport von Booten über die Straße.
trockenfallen
Meeresbereich, der bei Ebbe bzw. Niedrigwasser nicht von Wasser überspült ist. Bestimmte Schiffe können ebenfalls trockenfallen. Das bedeutet, dass sie sich absichtlich und kontrolliert bei Ebbe bzw. Niedrigwasser auf den Sand setzen.
Trockenfallende Höhe
Nautischer Ausdruck für den volkstümlichen Ausdruck “Wattgebiet”. Fläche, die je nach Gezeitenwasserstand trockenfällt, d. h. der Meeresboden in diesen Bereichen und Phasen nicht von Wasser überspült ist.
U
UBI
Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk.
Umweltbundesamt
Deutsche Behörde die im Bereich Nautik zuständig für den Umweltschutz bzw. den Schutz der Meere und Gewässer ist.
Unterbrochenes Feuer
siehe Oc (“occulting”).
Unterbrochenes Funkelfeuer
siehe IQ (“interrupted quick”).
Unterwasser
Bei Schleusen die Seite mit dem niedrigeren Wasserstand.
Untiefe
Eine seichte Stelle (geringe Wassertiefe), die eine Gefahr für die Schifffahrt darstellt.
UTC
Universal Time Co-Ordinated, koordinierte Weltzeit. Sie wird u. a. im Seefunkdienst benutzt.
V
Verkehrstrennungsgebiet
Wasserfläche, die für die Berufsschifffahrt in Einbahnwege aufgeteilt ist, um hohes Verkehrsaufkommen zu strukturieren. Sinnbildlich: “Autobahn”.
Verklicker
Windrichtungsanzeiger. Auf Segelyachten üblicherweise auf der Mastspitze. “Verklickert” dem Rudergänger, wo der Wind herkommt.
verminderte Sicht
Sichtbeeinträchtigung durch Nebel, Regen, Schneefall und ähnliches.
Vorleine
Mit der Vorleine wrid der vordere Teils des Bootes (Bug) mittels einer Leine am Steg oder Kai festgemacht. Dabei wird die Leine vom Bug aus weiter nach vorne in Richtung Land ausgebracht.
vorlicher als..
Richtungsangabe: “Eher von vorne als…”
voraus
Richtungsangabe: “vorne”
Vorspring
Mit einer Vorspring wird das Boot – zusätzlich zur Vor- und Achterleine – beim längsseits liegen am Steg oder am Kai festgemacht. Die Vorspring verläuft dabei vom Bug aus nach hinten in Richtung Land.
VQ (“very quick”)
Schnelles Funkelfeuer. 100 – 120 Lichterscheinungen pro Minute.
VTG
siehe Verkehrstrennungsgebiet.
W
Warmfront
Warme Luftmasse in Bewegung. Die Front ist die vorderste Grenze dieser Luftmasse in Richtung ihrer Bewegung.
Wassermotorräderverordnung
Enthält Regeln und Bestimmungen für das Fahren mit Wassermotorrädern und Jetskis.
Wasserskiverordnung
Enthält Regeln und Bestimmungen für das Wasserskilaufen.
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt
Für ein bestimmtes Gebiet zuständiges Amt, welchem der Betrieb von Binnenschifffahrtsstraßen obliegt.
Wassertiefe (WT)
Summe der Kartentiefe (KT) und der (aktuellen) Höhe der Gezeit (HdG).
Wattgebiet
Seichte Meeresbereiche, die durch die Gezeiten regelmäßig trockenfallen bzw. überflutet werden.
Webeleinstek
Knoten, mit welchem Fender kurzzeit an der Reling befestigt werden können. Eignet sich auch, das Boot kurzzeitig an einem Ring am Steg zu befestigen.
Wehr
Bauwerk, dass den Wasserzu- oder abfluss eines Gewässers regelt.
Wenden auf engem Raum
Manöver, bei welchem das Boot auf möglichst enger Fläche um 180° gedreht wird. Vergleichbar mit dem “Wenden in drei Zügen” mit dem PKW.
whis
siehe Heultonne.
Wiederkehr
Bei einer Kennung der Zeitraum vom Einsetzen eines Takts bis zum einsetzen des nächstes Taktes. Bei einem unterbrochenen Feuer beispielsweise folgt auf eine gewisse Scheindauer eine Dunkelphase. Beides zusammen bildet einen Takt. Beginnt die nächste Lichtphase, beginnt auch der nächste Takt. Einfacher ausgedrückt: Die Wiederkehr ist die Zeitdauer für die “Hell- und Dunkelphase” zusammen.
Wind
Luftmasse in Bewegung. Fließt vom Hochdruckgebiet zum Tiefdruckgebiet.
Windrichtung
Die Richtung des Windes, aus der der Wind auf den Beobachter zukommt.
Windstärke
Bezeichnet die Geschwindigkeit des Windes. Übliche Einheiten sind Kilomter pro Stunde (km/h), Meter pro Sekunde (m/s), Seemeilen pro Stunde (“Knoten”, kn), Beaufort (Bft.)
Wk
Eintragung in der Seekarte. Bezeichnet ein Wrack.
X
X-Band
Frequenzband für Radargeräte.
Y
Yawl
Segelboot, bei der der Besanmast (d. h. der zweite und weiter hinten platzierte Mast) außerhalb der Wasserlinie des Bootes liegt.
Z
Zinkanode
Schützt das Unterwasserschiff vor Korrosion in Salz- und Brackwasser.
Zweifarbenlaterne
Laterne, die gleichzeitig die Seitenlichter rot und grün mit jeweils 112,5° Abstrahlwinkel enthält.